Gedankenreich

Pirna

Reiseführer und Co.:

Feuersteinwerkzeuge aus dem späten Paläolithikum (etwa 12.000–8.000 v. Chr.) am Ende der letzten Eiszeit sind die ältesten Zeichen einer menschlichen Besiedlung in diesem Gebiet. Durch die klimatisch günstige Lage und fruchtbare Lössböden begünstigt, lebten hier im Neolithikum (5.500 – 4.000 v. Chr.) Ackerbauern und Viehzüchter. Nach dem Abzug von germanischen Stämmen aus dem Elbtal, welche hier ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. ansässig waren, besiedelten um etwa 600 n. Chr. die slawischen Sorben als Fischer und Bauern dieses Gebiet.

Pirna gilt als das Tor zur Sächsischen Schweiz.

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Heute wollten wir nach Pirna gehen, eiiigentlich um dort ein wenig zu bummeln, weil es heute – nochmal eiiigentlich – ab Mittag regnen und gewittern sollte…

Wetterberichte sind schon was tolles. 1. hat es keinen Tropfen geregnet, 2. ist es eher im Gegenteil so richtig schön warm und ümmelig geworden…

Wir wollten auf jeden Fall nicht an der Straße entlang gehen und so haben wir uns eine alternative Strecke ausgesucht. Also rein in den Wald und natürlich erst mal ein paar Höhenmeter nach oben.

steinbrpfDie Strecke hieß Steinbruch-Pfad. Auf der Hälfte (?) des Weges konnten wir eine Ruine und jede Menge altes Steinbrecher-Werkzeug und Materialien sehen. Wie das so im Wald drapiert und teilweise überwuchert und bemoost war, sah das schon klasse aus. Anscheinend wohnt in der kleinen Hütte hinter der Ruine der Sohn von oh, wie hieß er, auf jeden Fall von dem, der die Ruine damals erworben und begonnen hat sie wieder aufzubauen und der die ganzen Gegenstände zusammen getragen hat…

Ein Stückchen weiter fanden wir noch ein verlassenes und verfallenes Künstlerhaus.

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Tja, das Problem lag wieder bei der Beschilderung, was wir die letzten Tage auch schon gemerkt hatten. Also wenn die Beschilderung so in Schottland gewesen wäre und wir zig mal hin und her hätten laufen müssen bevor wir den richtigen Weg gefunden hätten, hätte das echt keinen Spaß gemacht. Hier war es nach dem gefühlt 20. Mal schon nicht witzig, aber auf einer Strecke, die wir in Schottland bis zur nächsten Unterkunft definitiv hätten bewältigen müssen, wäre das erst recht nicht spaßig gewesen.

Aber wir haben bei dem Suchen nach dem richtigen Weg ein traumhaft schönes kleines Häuschen gefunden…

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Nun gut. Wir sind irgendwann dann doch eine laaange Treppe von oben aus dem Wald nach unten auf die Straße in Pirna gefallen.

Also diese Sache mit den durch die Elbe getrennten Städte ist schon echt merkwürdig. Hier in Wehlen ist die andere die größere Hälfte und wohl auch definitiv die, wo ein wenig mehr los ist. In Pirna scheint es genau anders herum zu sein. Wir waren auf der rechten Seite der Elbe. In Pirna sind wir noch Ewigkeiten gelaufen, ohne dass es da so etwas wie Geschäfte oder Cafés gegeben hätte. Vielleicht hätte es das in noch mal 3 oder 5 km gegeben, aber darauf hatten wir keinen Bock mehr. Wir waren vom Wald bis ins „Zentrum“ *hüstel* von Pirna schon in der prallen Sonne gelaufen… Wir sind direkt zum Fähranleger und haben uns auf der anderen Seite dann ein Restaurant im Schatten gesucht.

Wir saßen auf dem Marktplatz – und hatten wieder zum Essen noch Gratismusik. Eine Coverband namens „Manina“ hat wirklich gut gespielt. Die Sängerin hatte eine tolle Stimme und auch die Musik war gut.

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Schweren Herzens mussten wir dann um kurz nach 21:00 Uhr aufbrechen, da der letzte Zug nach Wehlen um kurz vor 22:00 Uhr fuhr. Wir hätten auch einen Bus mit 1 h Fahrzeit nehmen können…

Den Zug haben wir so gerade eben noch erwischt. Jetzt sitzen wir gemütlich auf der Terasse und genießen das laue Wetter und die Grillen, die hier grillen.

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