Gedankenreich

Lagarfljót

Reiseführer und Co.:

Lagarfljót ist ein See und ein Fluss im Osten Islands.

Der See Lagarfljót wird auch Lögurinn genannt. Er hat eine Fläche von 53 km², ist etwa 35 km lang, bis zu 2,5 km breit und bis zu 112 m tief.

Man erzählt sich, dass auch in diesem See ein Ungeheuer hausen soll.

Östlich des Sees befindet sich der größte Wald Islands, der Hallormsstaðaskógur, westlich der Wasserfall Hengifoss.

Der Fluss Lagarfljót fließt in nördlicher Richtung und mündet schließlich in den Nordatlantik.

ornam

01. August:

Nach einem leckeren Frühstück in einem sehr schönen Raum haben wir uns auf den Weg gemacht. Der Weg von unserem Zimmer nach draußen hat sich schwierig gestaltet – es war über Nacht noch windiger geworden als es gestern ohnehin schon war. Allerdings war der Gestank von gestern zum Glück komplett weg.

Bei einer wirklich ordentlichen Brise haben wir direkt am Haus bzw. bei dem kleinen Leuchtturm auf dem Grundstück einen Cache eingesammelt und noch ein paar Fotos gemacht – von denen hoffentlich bei dem Wind ein paar doch scharf geworden sind.

Im Ort wollte ich eiiigentlich noch ein paar mehr Fotos gemacht haben, weil da wirklich süüße Häuschen standen, aber irgendwie hatte es der Fahrer eilig weiter zu kommen…

Unterwegs kamen wir am See Lagarfljót vorbei, der in den Reiseführern immer ganz toll aussah und wo ich eigentlich gedacht hätte, wir sollten da mal ein wenig wandern. Aber er sah ziemlich lehmig und unspektakulär aus.

Dafür war in der unmittelbaren Umgebung der Hengifoss, der zweithöchste Wasserfall Islands. Wasserfall ist sowieso gut, der Zusatz „der zweithöchste“ animierte auch die Jungs und so war es beschlossene Sache, ihn uns anzugucken.

Unten am Parkplatz war es schon tierisch windig. So haben wir uns dick eingepackt: Mütze, Tuch, Handschuhe, dickes Fleece und Jacke. Unterwegs war es nicht besser. Der Wind pfiff nur so um uns herum und die Tatsache, dass es nur ca. 6 °C war, machte das Ganze nicht besser.

Der erste Teil des Weges war sehr steil, dafür nicht ganz soooo windig, der zweite Teil war zwar nicht mehr ganz so steil, dafür aber um so windiger. Teilweise hatte ich als Leicht-Hühnchen wirklich Probleme auf den Beinen zu bleiben. Es war wirklich anstrengend! Besonders an einer Biege hätte es uns beinahe von dannen geweht. Von wegen! Wir haben uns bis direkt an den Wasserfall vorgekämpft!

Aber es hat sich gelohnt!

Danach wollten wir eiiiigentlich zu dem Wikingerfest in Eiríkstadir, das im Reiseführer groß von Juni bis August angekündigt war. Wir fuhren also auf die 923 ab, eine Schotterpiste auf der die riesige Staubwolke hinter jedem Auto schon von weitem ankündigt, dass jemand kommt. Wir fuhren und fuhren, jagten ein paar Schafe (von der Straße) und fuhren – es wurde immer ländlicher und einsamer, aber von einem Fest war weit und breit nichts zu sehen.

Das war ein absoluter Schuss in den Ofen.

Also sind wir weiter gefahren. Ungefähr eine Stunde von unserem nächsten Ziel entfernt, als wir gerade durch eine Gegend fuhren, die so aussah als wären wir auf dem Mond gelandet, fing es an zu schneien! Wir hatten 3 °C (laut Außenthermometer) und es fielen ein paar leichte Flocken vom Himmel, aber eindeutig als Schnee erkennbar!

Hier ist das Wetter im Moment zwar grau und nicht gerade sehr freundlich, aber wir haben bei einer sehr freundlichen alten Dame eingecheckt und sitzen jetzt gerade im Aufenthaltsraum, schreiben die vernachlässigten Karten, leeren Fotokarten und bloggen.

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