letzter Tag – Gedankenreich

letzter Tag

Wo sind denn nun schon wieder die ganzen zwei Wochen hin? Wir sind doch gerade erst angekommen?

Heute waren wir also noch mal ein wenig auf dem See unterwegs und haben uns dies und das noch angeguckt – natürlich auch eine Pagode.

Auch wenn mein Bedarf an Pagoden inzwischen wirklich erst mal gedeckt ist, hat sich diese Anlage echt gelohnt. Wie groß das Areal ist, kann ich gar nicht sagen, auf jeden Fall stehen dort überall Stupas – schmale, breite, kleinere und größere, ältere aus Steinen und neuere mit Gips verputzt oder mit Gold überzogen.

Viele der Gruppe sind noch mal in die Haupthalle reingegangen, aber ich fand es draußen viel interessanter auch wenn wir dabei die ganze Zeit in der prallen Mittagssonne waren.

Zu Mittag haben wir uns wieder ordentlich den Bauch voll geschlagen und dazu einen leckeren Eistee getrunken. So war es fast schon ein wenig unhöflich, dass wir bei der Familie, bei der wir kurz danach einfielen und die uns wieder mit allen möglichen Snacks und Getränken etwas Gutes tun wollten, kaum was haben wollten…

Wir waren noch auf einem kleinen Markt, der wieder komplett anders war als die vorherigen. Dieser Markt war eher so wie ein Trödelmarkt bei uns, nur dass es halt nicht Trödel war, aber es gab halt diesmal keine Lebensmittel. Wir sind wieder relativ schnell aus dem Getümmel verschwunden, haben uns die umliegende Gegend ein wenig angesehen.

Man kann sich die umliegende Gegend so ein wenig wie eine Kleingarten-Anlage vorstellen, nur dass es halt keine Wochenendhäuschen sind. Die Menschen hier sind immer so unglaublich freundlich. Im Grunde sind wir ihnen ja ungefragt vor der Tür rumgelaufen und trotzdem grüßen alle immer freundlich oder winken.

Unterwegs haben wir eine wirkliche Mini-Katze gesehen. Die hätte ich mir – wie alle Streuner-Tierchen hier – so einpacken können. Aber 1. bräuchten wir dann mittlerweile mehrere Fabrikhallen und 2. würde die Katze so einen langen Flug wohl nicht überstehen.

Zum Schluss waren wir noch in einem Kloster. Eigentlich sind Klöster hier nur eine riesige Halle mit diversen Buddhas in der Mitte, einer Bibliothek und diversen Nebenbauten. Das passt so gar nicht zu meiner Vorstellung von einem Kloster. Aber wahrscheinlich ist meine Vorstellung europäisch geprägt…

Kurz bevor wir einmal einen Haltepunkt angefahren sind, sah es für den unkundigen Touristen so aus, als wären wir mit unserem Boot auf Kollisionskurs mit einem kleinen Boot: Erst hielten wir direkt drauf zu und schrammten dann daran vorbei. Das Paar das drin saß, hielt sich an unserem Boot fest. Schnell wurde aber klar, dass es im wahrsten Sinne des Wortes fahrende Händler waren. In der Nähe von einigen Sehenswürdigkeiten „lauern“ die regelrecht und fangen Touristenboote beim Besteigen oder vor dem Anlegen ab – gut zu erkennen an den Stühlen im Inneren – um Waren anzubieten.

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