Titanic – Gedankenreich

Titanic

Kapitän der Titanic war E. J. Smith. Er fuhr gerne schnell, machte zackige Manöver und beschädigte bereits mehrere Schiffe, die er steuerte oder setzte sie direkt auf Grund. Da fraaaagt man sich doch irgendwie „Warum darf so jemand die Titanic steuern?“

Am 10. April 1912 legte die 269 m lange, 28 m breite und 53 m hohe Titanic um 12:15 Uhr in Southhampton ab.

Auf elf Decks verteilt waren die 2200 Passagiere und Besatzungsmitglieder untergebracht – natürlich standesgemäß! Auf den Decks A – D war die Highsociety untergebracht. Die Suiten waren luxuriös eingerichtet, es gab sogar ein türkisches Bad und einen Fitness-Raum. Unterhalb des F-Levels waren die Menschen der dritten Klasse komplett vom feinen Leben sowie dem Zugang zu den Promenaden- und Bootsdecks abgeschnitten. Zudem waren die Unterkünfte nach Geschlechtern im Bug und Heck getrennt.

Gegen jede Vernunft und trotz all der häufigen Eiswarnungen pflügte die Titanic nachts mit 40 km/h durch den Atlantik.

Nach der Kollision mit dem Eisberg wurde zunächst nur die erste Klasse über die lästigen Umstände informiert. Erst über eine halbe Stunde später und nach Aufforderung wurde ein Notruf abgesetzt und die übrigen Passagiere unterrichtet.

Besonders erschreckend fand ich – die daraus resultierende – Liste der Überlebenden:

  • 100 % Kinder der 2. Klasse
  • 97 % Frauen der 1. Klasse
  • 87 % Frauen der 2. Klasse
  • 87 % Frauen der Besatzung
  • 80 % Kinder der 1. Klasse
  • 73 % der Matrosen
  • 51 % Frauen der 3. Klasse
  • 50 % der Offiziere
  • 37 % Kinder der 3. Klasse
  • 33 % Männer der 1. Klasse
  • 27 % der Heizer
  • 21 % des Küchenpersonals
  • 13 % Männer der 3. Klasse
  • 8 % Männer der 2. Klasse

Dem Chefingenieur William Bell, seinen Männern und den Heizern und ihrer unermüdlichen Arbeit bis zum bitteren Ende ist es wohl zu verdanken, dass die Lichter bis zu letzt leuchteten und nicht noch mehr Panik an Deck ausbrach.

Das muss echt hart sein, wenn man irgendwo in den Tiefen des Inneren des Schiffes „gefangen“ ist und im Grunde weiß, dass man keine Chance hat, rechtzeitig heraus zukommen.

William Alden Smith begann bereits bei Ankunft der „Carpathia“, die Überlebenden zu befragen.

„Titanic – Augenzeuge der Katastrophe“ von Lawrence Beesley soll zu den anschaulichsten Schilderungen des Untergangs zählen.

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