Gedankenreich

Wasserfälle

Nach einer selten bescheidenen Nacht, quakte heute unsere kleine Ente um 8:00 Uhr. Wir haben lecker gefrühstückt und sind dann wieder aufs Zimmer. Eigentlich wollten wir uns ja direkt für eine Tour fertig machen, aber es goss immer noch…

Es ist ja etwas vollkommen anderes, wenn man wirklich weiter muss, weil man noch eine Strecke zurück legen muss und deswegen bei Regen startet oder wenn man eine Tagestour macht. So haben wir es dann etwas ruhiger angehen lassen. Ich hatte ein kleines Tief und habe erst mal noch eine Runde die Augen zu gemacht. Das tat auch wirklich gut!

Gegen 11:30 Uhr sah es sogar trocken aus. Also haben wir uns schnell umgezogen und auf den Weg gemacht. Es war zwar nebelig aber vorwiegend trocken. Am Uracher Wasserfall war der Nebel sogar eigentlich noch von Vorteil, weil dadurch noch einige interessante Schattierungen und Effekte zu dem wirklich beeindruckenden Wasserfall hinzu kamen.

WasserfBUr1   WasserfBUr

Auch bei den Wiesen mit einigen Bäumen sah der nebelige Hintergrund echt genial aus.

BauNebBUr

Kurz nach dem Wasserfall fing es wieder an zu regnen. Zwar nicht doll, aber man hörte es auf dem Blätterdach. So lange wir im Wald waren, hielt sich die Nässe also noch in Grenzen.

Während wir da so durch den Wald stapften, huschte vor uns etwas über den Weg. Schon fast aus Reflex blieben wir wie angewurzelt stehen und zückten die Kameras. Da saß tatsächlich ein kleines Mäuschen. Es huschte hin und her, mopste sich ein Mal ein riesiges Blatt vom Wegesrand und flitzte blitzschnell wieder ins Unterholz. Anscheinend wohnt sie unter einem umgestürzten Baum, denn dahin ist sie zwischendurch immer wieder zurück gehuscht. Aber sie ließ sich überhaupt nicht stören von uns. Wir haben ein wenig geflüstert, um uns zu verständigen, wo sie gerade sitzt, ich habe mich bis auf 1 m rangepirscht und trotzdem hatte sie die Ruhe weg.

Nach dem wir dann am zweiten Wasserfall waren, ging es auch aus dem Wald raus. Die letzten 3 km gingen mehr oder weniger übers freie Feld. So war ich dann hinterher durch – gefühlt waren nur noch meine linke Wade, mein Allerwertester und meine Strümpfe trocken. Im Hotel konnte ich dann aber beruhigt feststellen, dass die Jacke doch dicht gehalten hatte und es sich nur so klamm anfühlte…

Nach einer schönen warmen Dusche ist jetzt alles wieder gut, trocken und warm.

Obwohl wir ja nun Mitte Mai haben, fühlte es sich heute die meiste Zeit unterwegs wirklich an wie Herbst. Der einzige Unterschied zu manchen Herbsttagen – es gibt kein buntes Laub…

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