Gedankenreich

Kap der Guten Hoffnung

Reiseführer und Co.:

Das Kap der Guten Hoffnung (afrikaans Kaap die Goeie Hoop) ist ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap nahe der Südspitze Afrikas.

Das hohe und steile Kliff mit seinem vorgelagerten Felsstrand liegt wie Cape Point am Südende der Kap-Halbinsel, etwa 44 km südlich der nach ihm benannten Metropole Kapstadt. Es ist der südwestlichste Afrikas.

Unmittelbar an der Küste erstreckt sich eine Felsenlandschaft, die sich unter Wasser auf das Meer ausdehnt, so weit das Auge reicht. Die meisten Felsen befinden sich nur 50 cm bis 3 m unter der Wasseroberfläche, und ragen mit ihren Spitzen bei Niedrigwasser manchmal mehr, manchmal auch gar nicht aus dem Wasser.

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Heute Morgen sind wir früh aufgestanden, mein Lieber zum Joggen und ich, um ein paar schöne Fotos vom Morgenlicht zu machen und die See zu genießen.

Ich weiß gar nicht, ob das entlang der Promenade ein Park ist. Auf jeden Fall ist dort ein riesiger Hundeauslauf, mehrere Spielplätze, ein Outdoor-Fitness-Studio mit jeder Menge Geräten, es gibt Hässlon-Pferde, die als Erinnerung an ein Ereignis – irgendwas mit Schifffahrt – dort stehen und ein „zusammensetzbares“ Nashorn aus Metall.

Dieses Nashorn soll daran erinnern, wie wichtig es ist, dass der Artenschutz eingehalten werden muss. Man kann über eine metallene Rampe zu einem Zielfernrohr gehen. Auf der Rampe stehen die Zahlen der geschossenen Nashörner und durch das Zielfernrohr kann man dann ein Nashorn sehen. Wenn man dran vorbei geht, stehen dort nur „Einzelteile“ aus Metall auf der Wiese.

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Der erste eingelegte Stopp war in der T-Bag-Manufaktur. Das war zwar auch eine Verkaufsfahrt, wie der Stopp bei Aloe auch, aber diesmal wirklich interessant. Jill Heyes zog 1996 nach Südafrika, um dort zu leben. Sie fand die Zustände in den Elendvierteln dermaßen schockierend, dass sie inspiriert durch die Anregung einer Freundin mit den einheimischen Frauen und Männern begann, aus gebrauchten Teebeuteln, Gebrauchsgegenstände herzustellen, die verkauft wurden und so den Menschen dort zu Gute kamen und kommen. Die Mini-Manufaktur hat schon gewaltig expandiert und beschäftigt mehrere Menschen aus der Gegend. Wer sich bei den tollen Sachen mal umgucken will:

Link

Wir mussten leider nach knapp einer Stunde dort schon wieder weiter, da jeden Mittwoch ab 10:00 Uhr der Chapmans Peak Pass gesperrt wird, um dort Reparaturarbeiten durchzuführen. Es hängen zwar schon riesige Steinfangnetze über den gesamten Hang, aber sicher ist sicher. Wir kamen auf den letzten Drücker an…

Dann waren wir am Kap der Guten Hoffnung. Wie könnte es anders sein, zig Tausend Touristen, die gerne ein Foto von sich mit dem Beweis-Schild, dass man am südwestlichsten Punkt von Südafrika steht, ein supercooler Berg, den man sogar besteigen hätte können und wieder einmal viel zu wenig Zeit!

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Die Mittagspause haben wir, wenn ich das richtig mitbekommen habe, im Grunde auf der anderen Seite des Kaps gemacht, so dass man sozusagen diesen Felsen von der anderen Seite sehen konnte. Dort hätten wir in einem feinen Restaurant essen können. Da war uns aber unsere Zeit zu schade zu, so dass wir uns eine Kleinigkeit im Schnellimbiss geholt haben.

— Wieso akku-schraubt hier eigentlich jemand jetzt die ganze Zeit im Hotelflur rum, das nervt ganz gewaltig… —

Wooo war ich? Ach ja, wir haben uns eine Kleinigkeit geholt. Hinsetzen war uns aber auch zu dumm. 1. flitzte da immer ein Pavian rum, der es anscheinend, wie andere aus der Gruppe erzählt hatten, ziemlich rabiat auf das Essen der Gäste abgesehen hat, so dass eine Frau sogar mit Stock dort die Gäste beschützen muss. 2. wollten wir ja ganz nach oben und wir hatten nur zwei Stunden Zeit. Also haben wir uns unser Essen wie damals am Strand als Schutz vor den Möwen eng vor den Körper geklemmt und haben uns heimlich knabbernd an den waaahnsinnig anstreeengenden Aufstieg begeben. Es war eher ein Spaziergang…

Von oben hatte man tatsächlich einen Blick auf den Felsen an dem wir zuvor gehalten hatten und eine geniale Aussicht. Wir sind zwar heute Morgen im Regen gestartet, aber da schien wieder die Sonne! Von oben konnte man einen zweiten Leuchtturm sehen, der weiter unten aber weit vorgelagert auf einer Felsklippe lag. Was noch viel interessanter war, wir konnten von oben sehen, dass dort Menschen die Wege entlang gingen. So haben wir die Beine in die Hand genommen und sind dort auch noch hingestratzt. Seehr cool! Auf dem Rückweg mussten wir ganz schön Gas geben, dass wir nicht zu spät kamen. Aber der Pavian hat uns gerettet! Der machte nämlich unten auf einer Mauer Spöksken, so dass dort alle noch ganz gebannt standen, obwohl es schon an der Zeit war…

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Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stopp am Boulders Beach gemacht und haben uns etwas angesehen: Pinguine! Ahhhh, die waren so süß wie die da am Strand rumgewatschelt sind. Man konnte wie in Kanada durch den Creston Park auf Holzwegen durch das ganze Gebiet laufen. Überall links und rechts hockten oder lagen kleine und größere Brillenpinguine in der Gegend oder watschelten herum. Leider hatten wir nur knapp 40 Minuten. Ich hätte stundenlang dort sitzen und zugucken können…

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Hinterher fahren wir gleich in ein Drehrestaurant. Ich hoffe, es dreht sich nicht so merkbar, dass einem das Essen gleich wieder Pfötchen gibt.

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