Gedankenreich

Gardenroute und Knysna

Reiseführer und Co.:

Knysna [ˈnаɪznə] ist eine Stadt an der Garden Route in der Westkap-Provinz von Südafrika. Die Stadt gehört zur Gemeinde Knysna. 2011 hatte Knysna 51.078 Einwohner.

Knysna liegt an einer rund 20 Quadratkilometer großen Lagune, die nur durch eine schmale felsige Einfahrt – die Knysna Heads – mit dem Indischen Ozean verbunden ist. Im Hinterland der Stadt steigen die Outeniqua-Berge auf.

In der Umgebung von Knysna liegt der Knysna Forest. Der Wald wurde in der Vergangenheit teilweise ausgebeutet. Heute ist er, als ein Naturerbe Südafrikas, besonders geschützt und wird nur noch unter sehr strengen Auflagen nachhaltig bewirtschaftet. Dieser ursprüngliche Wald ist die Heimat der Elefanten von Knysna.

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Unsere erste Reiseleiterin S. hatte uns für Knysna zwei Programmpunkte zur Auswahl gestellt. Da aber fast alle beides machen wollten, musste K., unser zweiter Reiseleiter, den wir jetzt ab Port Elizabeth haben, versuchen das so zu organisieren, dass beides klappt.

So hatten wir doch heute wirklich richtig Stress. Heute Morgen wurden wir um 6:00 Uhr geweckt. Warum auch immer waren wir beide schon vorher mal wach… Ab 6:30 Uhr gab es Frühstück und um 20 nach ging es zum Hafen. Dort mussten wir unterschreiben, wurden dann kurz in das Anlegen der Sicherheitswesten unterwiesen und mit dem Verhalten auf dem Boot vertraut gemacht. Der Tourguide – so heißen die wohl – meinte, während das Boot fährt soll man nicht aufstehen, aber dazu später, man soll sich, wenn es mit Schwung über eine Welle geht, entgegen dem natürlichen vom Sitzheben eher in den Sitz drücken, weil der Schlag, den man bekommt, wenn das Boot dann ins Wellental kracht sonst den Rücken kaputt macht.

Nun gut, mit mehr als flauem Gefühl im Bauch haben wir also im Boot die Sicherheitswesten angelegt, haben unseren Platz eingenommen und hatten erst mal Spaß. Eine Frau aus unserem Boot wollte gerne mit ihrer Kamera noch ein Abfahrtsbild gemacht haben, St., unser Tourguide hatte das aber nicht mitbekommen und fuhr schon los, ehe der Apparat wieder zur Eigentümerin kam…

In der Hafenlagune – oder wie auch immer man das nennen kann – war das Wasser popoarschglatt, so dass ich schon gedacht habe, dass alle Sorge umsonst war. Tja, das änderte sich schlagartig als wir der Meeröffnung näher kamen. Da wurde es immer welliger und wir brausten schon über einige hohe Wellenkämme. Unser Boot musste mehrere Anläufe nehmen, um überhaupt aus der Bucht herauszukommen und die Tour bis wir erst mal im offenen Meer waren, hatte es echt in sich. Ein hoher Wellenkamm am Anderen und in manche Täler ging es mit so einem Schmackes, dass es einem ganz anders wurde.

Da frage ich mich dann doch, wie soll man hier noch aufstehen?!

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Das zweite Boot kam gar nicht durch und ist wieder umgekehrt…

Draußen im offenen Meer ging es dann einiger Maßen. Wir mussten sehr weit rausfahren, bis dann endlich mal die Ansage kam, „wir haben Wale“. Aber diese „bösen“ Tierchen hatten nicht so recht Lust, sich uns in voller Größe und mit schön präsentierter Schwanzflosse zu zeigen. Wir haben ein paar mal den Rücken gesehen aber mehr leider nicht. Ich hätte gerne noch mehr gesehen. Da aber 1. unsere 2 Stunden fast rum waren und sich 2. zwei unserer Leute fröhlich die Seele aus dem Leib ko…, sind wir wieder zurück gerast.

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Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich saß immer an der falschen Seite. Auf der Hinfahrt habe ich schon immer die volle Gischt abbekommen, während die Frau neben mir irgendwie völlig trocken war. Auf dem Rückweg war es noch schlimmer, eigentlich mit jeder Welle gab es einen ordentlichen Schwall Gischt mitten ins Gesicht.

Aber toll war es trotzdem. Und wenn ich noch mal die Gelegenheit habe, werde ich auch noch mal auf Waltour gehen.

Von unserem Walausflug sind wir direkt zum nächsten Bootanleger gebracht worden, weil wir ein wenig spät dran waren.

Von dort aus ging es mit einem vollkommen vollgestopften Dampfer und einer Tourleiterin mit herrlich schrägem Humor (so nach dem Motto, wenn wir sinken, sollten wir Geld bereit halten, um die Rettungsweste zu bezahlen) auf eine vorgelagerte Halbinsel. Auf der Fahrt dorthin gab es nicht wirklich was zu sehen, außer dem ein oder anderen schicken Häuschchen am Ufer. Als wir auf „Feather bed“, angekommen waren, wurden wir mit einer Art Trecker, jaaa, es war ein Unimog mit Anhängern, auf den Berg gekarrt.

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Man konnte entweder wieder runter wandern oder auf die gleiche Weise wieder nach unten fahren. Ich glaube wir sind alle gewanderrt, war auch nicht wirklich anspruchsvoll. Wir hatten fast die ganze Zeit einen genialen Ausblick auf die Bucht.

Ich hätte noch stundenlang dort bleiben können!

Nach einem leckeren Buffet sind wir wieder zum Hafen zurück gefahren und hatten doch tatsächlich den Nachmittag mal für uns Zeit.

Erst war ich duschen, weil ich nämlich nach den ganzen Gischtduschen erstens eine arge Punkfrisur hatte und zweitens auch eine ziemliche Salzkruste im Gesicht. Anschließend sind der Hamsta, noch eine Kollegin von ihr und ich bummeln gegangen.

Ich würde ja gerne ein Pummelnilpferd aus Holz haben. Die, die ich dort gesehen habe, waren mir doch zu groß. Ein biiißchen kleiner wäre schön. Dann hatten sie dort eine Giraffe, wuuunderschön handgearbeitet und fast hühnchen-groß. Aber wie soll ich das denn bitte nach Hause kriegen? Außerdem war die aus Teak-Holz gearbeitet. Ich weiß nicht, ob man das überhaupt nach Deutschland einführen darf. Ein Metall(?)-Seepferd habe ich auch gesehen, sehr hübsch. Aber ich bin mir noch nicht sicher, weil wooohin…

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