Klassenausflug
2. Schuljahr – die erste „Klassenfahrt“ steht an mit einer ganz großartigen Übernachtung.
Wir haben uns gestern Morgen an einer Gaststätte getroffen und sind dann mit dem Kindern zusammen zum Käte-Strobel-Haus gelaufen.
Mein total verpeiltes Kind war tatsächlich schon relativ früh da. In meiner Vorstellung war er so der, auf den wir hätten warten müssen…
Wie zu erwarten maulten die ersten Kinder schon nach ein paar Metern „Ich kann nicht mehr!“ und „Wie weit ist es noch?“
Am Haus angekommen hat sich jede Klasse in einem Raum getroffen und noch mal Regeln besprochen – an die sich die Kinder erstaunlicherweise recht gut gehalten haben.
Anschließend sind die Kinder mit ihren Koffern – die hatten die Eltern gebracht, sonst wären wir wahrscheinlich nie oben angekommen – auf ihr Zimmer gegangen.
Erste Aufgabe: Betten beziehen. Obwohl ich in weiser Voraussicht – man kennt das ja schon – extra vorher im Elternbrief darum gebeten habe, dass das vorher geübt werden soll, war das Geschreie groß.
Aber ich stelle mich nun wirklich nicht dahin – erst recht nicht in diesen vollkommen überhitzten Zimmern – und beziehe 20 Betten!
Bis zum Mittag durften sich die Kinder noch in ihren Zimmern aufhalten. Es ist mir allerdings vollkommen unverständlich wieso man bei den Temperaturen im Zimmer bleibt anstatt das schöne Wetter zu nutzen und nicht auf dem Spielplatz spielt…
Da wir das Mittagessen noch von letztem Mal in gruseliger Erinnerung hatten, haben wir unsere Gruppe geteilt, so dass dann nur rund 45 Kinder im Speiseraum waren. Dennoch war es wieder tierisch laut – die Akustik ist da eine absolute Katastrophe.
Einige Kinder haben echt überhaupt keine Esskultur mehr und kein Benehmen. Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, wären alle auf einmal drängeln und schubsen zur Essensausgabe gerannt..
Wir haben sie tischweise geschickt und das Essen aufgefüllt…
Nach dem Essen – so eine Frechheit aber auch!- haben wir die Kinder nach draußen verbannt. „Ohohh“ Da man diverse Pappenheimer kennt, haben wir direkt die Zimmer abgeschlossen! Keine 10 Minuten später kamen schon die ersten „Wie lange müssen wir draußen bleiben?“
Wir bösen Lehrer wir hatten doch glatt beschlossen, dass die Kinder bis zum Abendessen draußen bleiben sollen. Einige wissen ja echt so überhaupt nichts mit sich und Zeit ohne Elektronik anzufangen…
Am späten Nachmittag haben wir noch eine Olympiade veranstaltet mit Sackhüpfen, Wassertranspoert, Eierlauf und dergleichen. Das war dann tatsächlich doch auch attraktiv…
Abendessen ging einigermaßen zivilisiert vonstatten. Danach hatten die Kinder noch knapp 2 Stunden bis es dann ins Bett ging. Wir haben gesagt, sie dürften noch draußen spielen. “ Jaaaa! Wir dürfen draußen spielen!“ Ja, genau das habe ich auch gedacht…
Dann begann der spaaaßige Teil. Aber zumindest bei drei der vier Klassen ging es mir den Heimweh 1000 Mal besser als letztes Mal!
Bei mir waren es nur 3 Kinder. Einer hatte „Bauchschmerzen“. Nach der Bestechung mit einer Salzstange war das anscheinend gegessen, denn er tauchte nicht mehr auf.
Bei einem Mädchen half dann letztendlich die Gesangseinlage der lieben Frau B., die wir glücklicherweise noch dabei hatten. Ein anderer Junge durfte dann mit einen anderen Jungen mit im Bett schlafen…
Die arme W. kreiste wohl noch bis kurz vor eis bei ihren zimpeligen Blagen rum. Schlimm wird es halt, wenn sich Kinder da so reinsteigern…
Morgens war es verdächtig still im Flur und es schliefen tatsächlich auch noch viele als ich sie geweckt habe…
Betten abziehen, Bezüge und Laken wegbringen, Tasche packen. Einige Kinder sind echt vollkommen unfähig so etwas zu tun, bei anderen merkt man genau, dass sie auch mal zu Hause mitmachen müssen…
Nach dem Frühstück durften die Kinder noch nach draußen. Dort war es wesentlich ruhiger und entspannter als am Vortag.
Jetzt bin ich wieder zu Hause und genieße die schöne Ruhe und das Vogelgezwitscher!
