Gedankenreich

Mammutmarsch

Das Wochenende hatte es in sich.

Freitag Nachmittag hieß es ab auf die Autobahn.

Gegen 21:30 Uhr waren wir endlich in Muldenstein angekommen.

Nach einem Arbeitstag für mich und einem Kros- und Chaostag für meinen Lieben sowie einer langen Fahrt mit vielen Idioten und der Aussicht am nächsten Tag früh aufstehen zu müssen, haben wir nur noch etwas gegessen und sind dann ins Bett gefallen.

 

Um 5:00 Uhr klingelte dann wieder der Wecker. Ein schnelles Frühstück, ab zum Bahnhof und ab nach Leipzig.

Gegen 8:00 Uhr waren wir an der Pferderennbahn, an der der Mammutmarsch stattfindet, bzw. startet. Himmel – diese Menschenmassen… Um 8:30 Uhr ging es dann los.

Wir leben wirklich im Handyzeitalter: zig Leute hielten ihr Handy hoch und mussten den ergreifenden Moment festhalten an dem es los ging…

Die ersten Meter vielleicht auch Kilometer war es wirklich nur ein „in der Horde hintereinander her latschen“. Echt nicht meins – viel zu viele Menschen, viel zu viel Gebabbel…

Das Gehen an sich war nicht dramatisch – auch wenn die letzten 10 km echt zäh waren und auch die Hüfte und der untere mittlerweile echt die Nase voll hatten…

Allerdings hat mich das Tempo echt genervt. Ich bin nun mal jemand, der sich die Gegend gerne anguckt in der er ist und nicht in einer besenkten Geschwindigkeit durch heizt…

Für mehr als ein paar in aller Eile gemachte Fotos war keine Zeit – es hieß nur gehen, gehen, gehen.

Gegen 18:00 Uhr (?) waren wir dann im Ziel.

Wir hatten die tolle Idee uns für das Freigetränk hinzusetzen. Aber da mittlerweile die Sonne untergegangen war, war es ziemlich frisch. Das war gar keine gute Idee.

Eiiigentlich wollten wir dann zügig mit der Straßenbahn wieder zum Bahnhof und zurück fahren, aber eine dämliche Demo hat uns die Tour vermasselt, so dass erst mal fast eine halbe Stunde keine Bahn fuhr. Also wieder in der Kälte sitzen.

Wir waren in sympatischer Gesellschaft, es war schönes Wetter und wir hatten – wenn wir bei dem flotten Gehen Lust und Zeit hatten zu erzählen – Spaß und gute Laune.

Meins wird es aber trotzdem nicht: zu viele Menschen, zu schnelles Durchheizen, keine Zeit zum Gucken.

Da gehe ich lieber so wandern!

 

Als wir endlich wieder in Muldenstein waren, merkte ich bei Abendessen ganz gewaltig, dass mein Körper runter fuhr.

Die Nacht habe ich bombig geschlafen und ich war auch nicht komplett steif oder vollkommen platt am nächsten Tag, was ich insgeheim ein wenig befürchtet hatte…

Nach dem Frühstück hieß es dann auch schon wieder auf die Autobahn und mit vielen Idioten zurück nach Hause zu fahren.

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