Gedankenreich

Père Lachaise

Reiseführer und Co.:

Der Friedhof Père Lachaise ist der größte und wohl bekannteste Friedhof in Paris. Die erste Beerdigung (die eines fünfjährigen Mädchens) fand am 21. Mai 1804 statt.

Das Konzept des Père Lachaise wurde 1808 dem neoklassischen Architekten Alexandre-Théodore Brongniart anvertraut.

Ein Dauergrab, eine Concession à perpétuité, kostete 2012 auf Père Lachaise 13.430 Euro. Die Gestaltung der Grabmonumente ist nicht reglementiert.

Mittlerweile ist der Friedhof 48 ha groß. Es sind dort viele bedeutende Persönlichkeiten beerdigt: Molière, Edith Piaf, Oscar Wilde, Jean de la Fontaine und Jim Morrison…

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Wir waren gut organisiert und hatten somit an unserem letzten Tag eigentlich keine besonderen Sehenswürdigkeiten mehr zu bestaunen. Man hätte sich noch den Botanischen Garten ansehen können, aber wir hatten Sorgen, dass wir dort die Zeit vergessen und unseren Zug verpassen…

Also haben wir uns dazu entschieden, den Friedhof Père Lachaise anzusehen.

Das ist schon ein gigantischer Friedhof. Es ist wohl der einzige Friedhof auf dem man mit dem Auto fahren kann… Natürlich ist am Eingang eine Schranke und es darf somit nicht jeder Schlunz mit dem Auto rein, aber trotzdem merkwürdig, wenn man immer wieder einem Auto aus dem Weg gehen muss, die alle samt nicht gerade langsam unterwegs waren.

An Grabstätten sieht man wirklich alles: Gruften – groß, klein, breit, schmal, gigantisch – jede Menge Statuen und Kreuze und die unterschiedlichsten Materialen von einfach Stein bis Marmor.

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Viele der Grufttore sind uralt, teilweise verrostet und mit Spinnennetzen bedeckt. Aber gerade das schafft ein gewisses Flair.

Wir haben die Gräber von Molière, Piaf, Wilde und Fontaine besucht. Wilde hat eine hässliche ziemlich moderne Skulptur auf dem Grab, Edith Piaf ist in einem unscheinbaren Familiengrab beigesetzt. Allein Molière und Fontaine haben Gräber, so wie ich mir das vorgestellt hatte…

Danach sind wir wieder in unser Viertel zurück gefahren und haben in einem kleinen Bistro zu Mittag gegessen. Da wir unsere Taschen noch im Appartement lassen konnten, brauchten wir sie also erst ganz zum Schluss abholen. Wäre auch ein wenig merkwürdig gewesen mit Koffer über den Friedhof zu stratzen…

Zug fahren ist ja einmal eine besonders tolle Erfahrung… Mit dem TGV ging das ja noch recht unproblematisch aber danach ging es mit der deutschen Bahn weiter. Juuuchuuu! Wir hatten hinterher natürlich – wie könnte es anders sein – Verspätung!

Kurz nach Mitternacht war ich also endlich wieder zu Hause!

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