Gedankenreich

Afrika?!

Hier ein paar abschließende Kommentare und Eindrücke zu unserer Reise.

Also unsere Afrika-Tour war an für sich wunderschön.

Es ist eine traumhafte Landschaft mit jeder Menge freundlicher Menschen. Natürlich gibt es wie in jeder Nation auch Brummelköpfe, die irgendwie nicht lächeln oder lachen können. Aber in Afrika war das vielleicht 1 von 20 wo bei uns teilweise gefühlt jeder 10. irgendwie das Lachen verlernt hat.

Was mir besonders aufgefallen ist, selbst in den übelsten Townships an denen wir vorbei gefahren sind, hatten die Kinder und auch viele Erwachsene ein Lachen im Gesicht und haben freundlich gewunken.

Diese Mentalität ist einfach mitreißend. Klar, zum einen haben die Angestellten gesungen, um noch ein kleines Trinkgeld herauszuholen und sich noch ein wenig extra zu verdienen. Aber da ist ja auch nichts schlimmes dabei. Aber die machen das mit so einer Freude, das ist herrlich! Und diese Stimmen. Gesangsausbildungen wie man sie hier bei unseren tollen Sängern oftmals hat, wird es in Afrika wohl eher nicht geben und es waren ja auch keine Sänger in dem Sinne. Aber durch die Bank weg hatten die traumhaft volle und klare Stimmen und ein geniales Volumen dabei.

Irgendwie habe ich auch das Gefühl als ob Schwarzen irgendwie der Rhythmus im Blut liegt. Das kann man gar nicht so beschreiben. Das muss man wirklich erleben! Dieser „Wumm“ reißt einfach mit. Nicht selten habe ich gemerkt, dass auch bei ganz vielen aus unserer „stocksteifen Europäer-Gruppe“ die Muskeln und Beine zuckten, während getanzt und gesungen wurde…

In Kapstadt bin ich morgens spazieren gegangen. Ein Mann saß auf der Bank und sah wirklich so aus, als hätte er nicht viel zu essen. Aber er teilte jeden Morgen als ich an ihm vorbei ging sein Essen mit den Möwen und Tauben.

Was mich als Tier- und Pflanzenliebhaberin natürlich auch ungemein gefesselt hat, war die weite Natur und die wirklich freilebenden Wildtiere. Es ist zwar alles eingezäunt, aber ich denke das ist eher zum Schutz der Autofahrer als um die Tiere einzupferchen. Zumal das ja auch Areale von zig tausend Hektar Land sind.

Es gibt dort Tiere, die habe ich trotz Zoobesuchen noch nie gesehen. Und selbst „unsere“ Zootiere endlich mal in ihrem natürlichen Umfeld zu sehen, war einfach faszinierend! Es gibt Pflanzen in Hülle und Fülle und jeder Menge verschiedener Farben und Größen.

Apropos Farben: Diese Farben und Farbspiele sind einfach umwerfend! Es gab wirklich richtig intensiv orangeroten Sand, saftig grüne Bäume sowie fast schwarze verkohlte oder graue kahle Bäume.

So schön und reich die Landschaft ist, ich denke die Menschen dort haben ein wirklich anstrengendes und hartes Leben. Bei uns ist es ja schon ein Unterschied in der Qualität wie man wohnen und leben kann, wenn man mehr Geld hat, aber ich denke da macht es noch einen sehr viel größeren Unterschied.

Was ich, die ich ja nun auch aus einer „Mir-geht-es-ja-aaach-so-schlecht“-Gesellschaft stamme, gemerkt habe, dass, egal wie „schlecht“ es uns zwischenzeitlich manchmal gehen mag, es auch weitaus schlimmer sein kann und wir wirklich froh sein können, so leben zu können wie wir leben!

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