Gedankenreich

Regen von oben und der Seite

Dieses lange Wochenende war es soweit.

Zu Weihnachten hatte meine Schwiegermama von der ganzen Bagage einen Kurzurlaub in Treseburg bekommen. Diese Reise haben wir am langen WE jetzt in Angriff genommen.

Wie das bei Reisen eigentlich bei uns immer so ist, bricht vorher noch einmal die „Panik“ los „Ist das Zimmer auch wirklich gebucht und alles klar?“ Da wir in diesem Fall – warum auch immer – auch keine Bestätigung bekommen hatten, haben wir uns noch einmal rückversichert, bevor wir dann Mittwoch Nachmittag aufgebrochen sind.

Ach ja, A1 und A44 vor einem langen Wochenende sind ein purer Genuss… *hüstel* Wir standen insgesamt fast 1,5 Stunden im Stau!

Liebenswürdiger Weise haben wir im Hotel wenigstens noch ne Schnitten- und Wurstplatte bekommen. Die Küche war natürlich schon dicht als wir endlich bei Regen ankamen…

Am Donnerstag regnete es immer noch. Mein Lieber hat gleich die Regenhose über gezogen. Da ich diese Wurstpelle hasse, habe ich sie nur mitgenommen, falls es noch schlimmer wird…

Der Regen von oben ging eigentlich, es war nicht besonders doll. Allerdings kamen uns die ganze Zeit regelrechte Sturzbäche von oben vom Berg entgegen. Einige Wege waren komplett unter Wasser mit riesigen Seen rechts, links und in der Mitte, so dass wir uns immer erst einen Weg suchen mussten. Dann hieß es zu hoffen, dass die flache Stelle auch so flach war wie sie aussah – war sie leider manchmal nicht…

Meine Schuhe waren anscheinend noch gut mit der Imprägnierung behandelt, ich habe nur etwas feuchte Socken gehabt. Den anderen beiden erging es leider nicht so gut – schuheigenes Fußbad inklusive also…

Bei der Rosstrappe stellen sich regelmäßig viele Leute die Frage, wie das denn wohl sein kann mit dem Hufabdruck und wo er denn eigentlich ist, weil man sehr leicht dran vorbei läuft, wenn man nicht bedenkt, dass diese Kuhle der Abdruck ist…

Am Freitag strahlte morgens die Sonne. Frohen Mutes und 75 % mit trockenen Schuhen sind wir nach dem Frühstück losgelaufen. Dass die Sonne schien, hatte aber leider überhaupt keine Auswirkungen auf unseren Weg. 1. war der Großteil des Weges im Schatten, so dass es dort immer noch riesige Pfützen und Matschstrecken gab. 2. Floss das Wasser immer noch fröhlich des Weges von oben nach unten entlang.

Aber cool war es schon. Vom Conic Hill in Schottland abgesehen habe ich so etwas in dem Ausmaß noch nicht gesehen. Jetzt lässt sich auch ein bißchen besser nachvollziehen, wie es tiefer gelegeneren Ortschaften bei Hochwasser ganz schnell ganz übel geht…

Samstag schien auch die Sonne, aber da hieß es schon wieder, seine sieben Sachen packen und ab zurück. Den Rest des Samstages haben wir mit Drecksschuhe reinigen, basteln, faulenzen und grillen verbracht.

Heute hatte uns die Autobahn wieder. Nach ca. 6 Stunden waren wir dann endlich zu Hause. Jetzt heißt es „nur noch“, das Anreise-Chaos wieder zu beseitigen…

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