{"id":17489,"date":"2013-07-29T01:30:37","date_gmt":"2013-07-28T23:30:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.planet-ari-um.de\/blubs\/?p=17489"},"modified":"2020-04-16T23:34:26","modified_gmt":"2020-04-16T21:34:26","slug":"vestmannaeyjar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/?p=17489","title":{"rendered":"Vestmannaeyjar"},"content":{"rendered":"<p><em>Reisef\u00fchrer und Co.:<\/em><\/p>\n<p>Die <b>Vestmannaeyjar<\/b> (dt. <i>Westm\u00e4nnerinseln<\/i>) sind eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs 10 bis 30 Kilometer s\u00fcdlich der isl\u00e4ndischen K\u00fcste, die aus 14 Inseln, 30 Sch\u00e4ren (Insel aus der Eiszeit) und 30 Felsen bestehen. Das Alter des Archipels sch\u00e4tzt man auf 5000 bis 8000 Jahre.<\/p>\n<p>Die Insel Surtsey entstand allerdings erst zwischen 1963 und 1967.<\/p>\n<p>Die heute einzig bewohnte Insel <strong>Heimaey<\/strong> ist ein h\u00fcbscher kleiner Ort. Die Insel ist nur 11,3 km\u00b2 gro\u00df. In der Vergangenheit suchte die Insel viele Katastrophen heim. 1973 wurden die Bewohner j\u00e4h aus dem Schlaf gerissen als der Vulkan <em>Eldfell<\/em> auf der Insel ausbrach und den gesamten Osten der Insel spaltete. Aus dem Riss schossen Lavafont\u00e4nen und Gesteinsbrocken. Die Bev\u00f6lkerung, \u00fcber 5000 Menschen, konnten in einer einzigartigen Rettungsaktion innerhalb weniger Stunden gerettet werden. Der Ausbruch dauerte 5 Monate. Seit diesem Vulkanausbruch\u00a0hat Heimaey zwei Berge.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px\" src=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/ornam.jpg\" alt=\"ornam\" width=\"88\" height=\"48\" \/><\/p>\n<p><em>27. Juli:<\/em><\/p>\n<p>Eigentlich hatten wir gedacht, wir m\u00fcssten schon um 7:00 Uhr fr\u00fchst\u00fccken, damit alles so passt und wir die F\u00e4hre kriegen, aber unsere Vermieterin sagte uns, dass die Autofahrt 1. nicht so lang dauern w\u00fcrde, wie wir eingeplant hatten und 2. nur die, die das Auto mit auf die Insel nehmen wollten schon um 9:00 Uhr da sein m\u00fcssen, die F\u00e4hre aber eh erst um 10:00 Uhr ablegt. Das ist gut, so konnten wir es ein wenig ruhiger angehen lassen.<\/p>\n<p>Nichts destotrotz fing der Tag echt bescheiden an. Obwohl ich wunderbar geschlafen hatte und ich mich wesentlich fitter und munterer f\u00fchlte als die letzten Tage, habe ich total sch&#8230; gepackt. Ich wollte den Fotorucksack meines Lieben zu Ende packen, w\u00e4hrend er sich fertig macht. Dabei habe ich dann die Gegenlichtblende genauso wie den Polarisationsfilter vergessen. Ich habe die Kappe &#8211; das Markenzeichen meines Lieben &#8211; sowie f\u00fcr uns beide die warmen Oberteile vergessen. So was kenne ich gar nicht von mir. Normalerweise nehme ich allen m\u00f6glichen Kram mit, angefangen von etwas zus\u00e4tzlichem zu essen und heute vergesse ich eigentlich alle wichtigen Sachen&#8230;<\/p>\n<p>Dementsprechend war auf der F\u00e4hre dann erst mal die Stimmung: ich war genervt, DASS ich alles vergessen hatte und mein Lieber war genervt, WEIL ich alles vergessen hatte&#8230;<\/p>\n<p>Am Hafen und auf der F\u00e4hre war es gut kalt, so dass ich uns schon den ganzen Tag nur schnatternd in der Ecke stehen sah. Aber als wir auf Heimaey ankamen, der einzig bewohnten Insel der Westerm\u00e4nner-Inseln, schien die Sonne. Am Hafen war es zwar k\u00fchl, aber sonnig.<\/p>\n<p>Direkt im Anschluss hatten wir erst mal eine Boot-Rundfahrt um die Insel. Von dem was der Reiseleiter erz\u00e4hlte, konnte man zwar nicht viel verstehen, weil wir hinten am Heck standen, der Motor ganz sch\u00f6n brummte und der Wind auf See doch ordentlich pfiff. Aber die Rundfahrt war toll. Wir fuhren teilweise ganz langsam, damit die Spezies Tourist, ordentlich fotografieren konnte. Wir haben schon die ersten Puffins gesehen und versucht zu fotografieren! Aber das war gar nicht so einfach vom wackeligen Schiff aus. Fast zum Schluss sind wir wieder in eine der H\u00f6hlen gefahren. Da hat der Kapit\u00e4n auf dem Saxophon ein Lied gespielt. Das war vielleicht eine Akustik!<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/rundfvestm.jpg\" rel=\"attachment wp-att-29443\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-29443\" src=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/rundfvestm.jpg\" alt=\"rundfvestm\" width=\"400\" height=\"267\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als wir von unserer Bootstour wieder an Land waren, sind wir erst mal zur W\u00fcrstchenbude und haben uns einen Hotdog geholt. Ist das Brot bei uns drum herum eigentlich auch so naja n\u00e4hrstofflos (?) &#8211; ich f\u00fchlte mich danach nicht wirklich ges\u00e4ttigt. So schien es allen zu gehen, denn wir sind vorsorglich noch in den Supermarkt gegangen und haben unser typisches Wanderessen &#8211; K\u00e4se und Brot &#8211; geholt.<\/p>\n<p>Erst wollten wir zum Puffin-Reservoir, aber das war ziemlich weit weg. So haben wir uns dann dazu entschieden, den <strong>Eldfell<\/strong> zu besteigen.<\/p>\n<p>Der Weg nach oben f\u00fchlte und h\u00f6rte sich so an, als ob wir \u00fcber Abermillionen von Seramis-Steinen laufen w\u00fcrden&#8230; Das sind immer noch alles Lavareste vom Ausbruch 1973.<\/p>\n<p>Das erste St\u00fcck war reeelativ flach, das ging noch. Dennoch wurde es einem bei der Sonne gut warm! Die letzten 500 (?) m waren richtig steil. Aber es hat sich so was von gelohnt! Der Ausblick &#8211; saaagenhaft!<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/eldfellIsl.jpg\" rel=\"attachment wp-att-29444\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-29444\" src=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/eldfellIsl.jpg\" alt=\"eldfellIsl\" width=\"378\" height=\"251\" \/><\/a><\/p>\n<p>Durch Zufall haben wir erfahren, dass es dort \u00fcberall Spalten, Risse und L\u00f6cher gibt aus denen immer noch bis zu 100\u00b0C hei\u00dfer Dampf steigt. Ja, das stimmt! Wir mussten das nat\u00fcrlich gleich austesten. Ich hatte mir ja vor Island ein Infrarot-Temperatur-Messger\u00e4t gekauft. Das habe ich mal hier hin, mal dort hin gehalten, vermehrt nat\u00fcrlich dahin, wo man schon sah, dass da ein Loch oder so war. Und siehe da: die erste Messung 72,8\u00b0C, das n\u00e4chste Loch zeigte mir nur noch &#8222;hi&#8220; an, was so viel hei\u00dft wie &#8222;hei\u00dfer als mit diesem Messger\u00e4t messbar&#8220;, sprich hei\u00dfer als 100\u00b0C! Wie auch immer es der Wolf hinbekommen hat, dass die Anzeige doch etwas anzeigte: es waren 106\u00b0C!<\/p>\n<p>Wir sind ganz bis zur Spitze gelaufen &#8211; bis zum Ende unserer Welt ;o) &#8211; dort haben wir uns erst mal auf die Steine gesetzt und die Aussicht genossen! Was mich auch so beeindruckt hat, waren die unterschiedlichen Farbschattierungen der Felsen und Steine!<\/p>\n<p>Was man auch gut beobachten konnte, war der Nebel, der anscheinend so langsam vom Festland, wo er morgens schon war, r\u00fcber zog. Das sah wirklich so aus wie man es aus Filmen kennt, wenn sich eine Nebelbank langsam voran schiebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/nebleldf.jpg\" rel=\"attachment wp-att-29442\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-29442\" src=\"https:\/\/blog.planet-ari-um.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/nebleldf.jpg\" alt=\"nebleldf\" width=\"386\" height=\"257\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach einiger Zeit wurde der Wolf unruhig. Wir haben nachgemessen. Er sa\u00df auch auf einem Stein mit ca. 54 \u00b0C&#8230;<\/p>\n<p>So anstrengend der Aufstieg, so rutschig war teilweise der Abstieg!<\/p>\n<p>Heute Morgen hatten wir angefragt, ob wir heute in der Unterkunft essen k\u00f6nnten. Die liebe Gastgeberin hat uns ein super leckeres Essen gekocht und sogar Salat und Nachtisch f\u00fcr uns (!) gemacht. Danach war ich so satt wie noch nie hier im Urlaub!<\/p>\n<p>Die Jungen sind jetzt noch auf der Jagd nach einem Flugzeugwrack, was hier in der N\u00e4he an der K\u00fcste liegen soll. Der Hamsta und ich haben uns Fotoalben vom Ausbruch des <i>Eyjafjallaj\u00f6kull<\/i> angesehen, der gar nicht sooo weit von diesem Haus entfernt ist. Das ist schon der absolute Wahnsinn wie das nach dem Ausbruch in der unmittelbaren Umgebung aussah! Asche wohin man nur gucken kann, schwarzer Himmel und das mitten am Tage&#8230;<\/p>\n<p>In einem Fotoalbum waren auch Aufnahmen von Fotografen, die anscheinend irgendwo in der N\u00e4he waren und direkt oben am Krater bzw. mit Blick auf den Krater fotografiert haben als er ausbrach. IRRE!<\/p>\n<p>Auch wenn wir morgen nicht fr\u00fch raus m\u00fcssen, ruft irgendwie schon wieder das Bett!<\/p>\n<p>\u00dcbrigens haben wir uns alle ordentlich in der Sonne angebrannt &#8211; in Island! :o)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reisef\u00fchrer und Co.: Die Vestmannaeyjar (dt. 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